der rechte rand

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Druckzeitpunkt: 16.10.2026, 21:12:27

RECHERCHE. ANALYSE. PERSPEKTIVE.

Das antifaschistische Magazin

Antifa Magazin der rechte rand.
antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe Jan. | Feb.
2026

#Haltung zeigen

antifa Magazin der rechte rand

Ausgabe März | April
2026

#Menschenwürde

Antifa Magazin der rechte rand. Widersetzen, Erfurt

Ausgabe Sep. / Okt.
2026

#Solidarität

Aktuelle Artikel

#Familientreffen

In Halle fand zum ersten Mal die rechte Buchmesse »Seitenwechsel« statt, ein Ort der Vernetzung rechtskonservativer, neu-rechter und extrem rechter Verlage und ihrer Akteur*innen.

Ein rechtes »Lesefest der Entdeckungen«

#CDU

Die Frage des Umgangs mit der AfD beschäftigt aktuell die Unionsparteien. Mitte September 2025 erschien eine Studie des Wiener Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung mit einer bemerkenswert deutlichen Botschaft.

Doch eine Brandmauer?

#Kontra

Das hohe Gut der Pressefreiheit sieht in der Debatte um das Verbot des Magazins jedoch nicht bloß das einschlägige Milieu gefährdet. Doch kann »Compact« überhaupt als ein reines Presseorgan eingeordnet werden? Die Redaktion publiziert nicht bloß Artikel und Kommentare, sie forciert einen Aufstand und Umsturz.

Umdenken, weiterdenken

#Kommunalwahlen

Bis zu 1.000 Mandate könnte die AfD in Niedersachsen bei der Kommunalwahl im September 2026 erhalten. Die Partei bereitet sich gezielt auf die Wahlen und die Arbeit in den Gremien vor – und nimmt dafür auch kleinere Städte ins Visier.

»Niedersachsen retten«

#Schutthaufen

Im Licht ihrer steigenden Umfragewerte wird die AfD von BSW und Teilen der FDP und CDU umworben. Nach dem erwartbaren Fall der Brandmauer kommt die Einbindung der AfD in Regierungsverantwortung.

Umkreisen, umwerben und anbiedern

#Richtungsstörung

In Fragen der außenpolitischen Orientierung galt im AfD-Parteivorstand lange eine offensichtliche Aufteilung: West-Frau Alice Weidel hielt es mit Trumps MAGA-Republikanern, die Vorlieben des ostdeutschen Tino Chrupalla lagen bei Putin und dessen Imperium.

Die Rechte zwischen Ost und West?

#Professionalisierung

Mit einem neuen Schulungsangebot will die AfD im Bund und einigen Bundesländern dafür sorgen, dass die Mitglieder der Partei und ihrer Jugendorganisation qualifizierte Stellen in der Politik besetzen können. Auf die ihr nahe stehende Stiftung kann die Partei dafür noch immer nicht bauen.

Nachwuchs-Schulung

#Achtung

Sie publizieren, was sie denken. Sie meinen was sie sagen. Die Publikationen werden aber oft nicht beachtet, die Aussagen überhört. Eine Ignoranz, die auch zu Irritationen führt. Stets dann, wenn Passagen oder Zitate mit ihren radikalen Messages doch wahrgenommen werden. Einer der Polit-Stars dieser diskursiven Resonanz: Björn Höcke.

Nazis beim Wort nehmen

#Sachsen

»Ohne Rechtsruck, wären wir gar nicht hier«, sangen junge Neonazis im Leipziger Hauptbahnhof am 17. August 2024. Sie waren angereist, um gegen die Parade zum Christopher Street Day (CSD) zu demonstrieren. Bereits eine Woche zuvor hatten sich in Bautzen knapp 700 Neonazis versammelt. Im Gegensatz zur Oberlausitz kam der Aufmarsch der circa 400 rechten Protestierenden in Leipzig nicht zustande.

»Ohne Rechtsruck, wären wir gar nicht hier«

INTRO

Ausgabe #221
Juli / August
2026

von der Redaktion
des antifaschistischen
Magazins

Antifa Magazin der rechte rand
Wir sind Teil der Kampagne - AfD Verbot jetzt!

Liebe Leser*innen,

die Zitterpartien haben ein Ende. Die Prognosen haben sich bewahrheitet. Die »Alternative für Deutschland« hat sich 13 Jahre nach ihrer Gründung als Wahlsiegerin bei Landtagswahlen etabliert und wird in Sachsen-Anhalt als Regierungsbeteiligte – in welcher Form auch immer – gehandelt. Unser Fokus muss sich dementsprechend auf jene, die im Wahlprogramm, in Reden und Kommentaren der Rechtsradikalen als Feinde markiert sind, richten. Wie kann jetzt praktische Solidarität aussehen? Was benötigen die Vereine und Einzelpersonen an ideeller und materieller Unterstützung? Und vor allem, wie treten wir dem Gewöhnungseffekt ent­gegen?

Antifa Magazin der rechte rand.

Die Wahlen haben eine große mediale Welle vor sich hergeschoben. Auch im Nachgang war das Angebot an Erklärungen und Vorschlägen für den zukünftigen Umgang mit einer Partei, die zuverlässig zwischen 35 und 45 Prozent bei Wahlen bekommt, und ihren Wähler*innen schier unüberschaubar. Darunter waren etliche kluge, aber auch viele dumme Wortmeldungen. Dumm, weil zum einen die Selbstreflektion der eigenen Rolle bezüglich einer vorgeblichen Neutralität und der selbst generierten Aufmerksamkeitsökonomie fehlten. Dumm auch, weil die Fülle der Erfahrungen der letzten beiden Jahrzehnte mit den sogenannten Rechtspopulist*innen und die sie begleitende Forschung ignoriert wurden. Das trifft auch und vor allem auf die konservativen Wahlverlierer*innen von der CDU zu. Die Partei der Einheit und »blühenden Landschaften« ist mittlerweile ein Schatten ihrer selbst und verpasste in Mecklenburg-Vorpommern den Einzug in das Landesparlament. Die Mahnungen, der Wettlauf mit den »Rechtspopulisten« sei nicht zu gewinnen – und wenn dann nur zum Preis der Selbstaufgabe, verhallten. Im Gegenteil, es bedarf offenbar keines besonderen Mutes mehr, zumindest Gespräche mit den Rechtsradikalen zu fordern. Im Rennen zwischen Hase und Igel wird der Hase immer mehr zum Igel. Selbst die Forderung nach »Remigration« von 20 Millionen Menschen, die weder einvernehmlich geschweige denn friedlich über die Bühne gehen wird, ist 80 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus kein unüberwindbares Hindernis mehr. Der selbst erklärte »Erinnerungsweltmeister Deutschland« ist gut beraten, sich zur Selbstfindung in eine dunkle Kammer zurückzuziehen und den Rest der Welt nicht mit seinen wohlfeilen Ratschlägen und Moralpredigten zu belehren. Wir, das ist die Zivilgesellschaft mit all ihren Milieus und Facetten, werden weitermachen, enger zusammenrücken und uns weder verbieten noch verbiegen.

Am 18. August fand die Beisetzung von Alexander Häusler statt. Die Nachricht von Alex’ Tod hat uns tief getroffen und traurig gemacht. Wir – das antifaschistische Magazin der rechte rand – waren über Jahrzehnte mit ihm im Austausch. Auch wenn er in erster Linie der Zeitschrift lotta verbunden war, hat er Zeit für uns gehabt – als Autor und Interviewpartner. Wir haben ihn als umgänglichen und herzlichen Menschen kennengelernt und seine Ansichten und Analysen geschätzt. Mit Alex verlieren wir einen antifaschistischen Mitstreiter, der stets für Menschlichkeit und Solidarität eingestanden ist. Alex wird nicht vergessen!
Eure Redaktion

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Seit 1989 erscheint »der rechte rand« alle zwei Monate. Wir berichten über rechte Parteien, Kameradschaften, rechte Think Tanks, Webportale, Magazine und Verlage, Musikbands und Label, Aufmärsche und Tagungen, Themen und Kampagnen – in der Bundesrepublik sowie international. Fundierte und prägnante Recherchen und Analysen lenken die Aufmerksamkeit auch auf unterbelichtete oder ausgeblendete Aspekte. Das Magazin zeigt, wie der rechte Rand gesellschaftlich verankert ist und an Themen der gesellschaftlichen ‚Mitte’ anknüpft. Für unser Magazin schreiben Aktive aus antifaschistischen Gruppen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen. Unsere Autor*innen beobachten Aufmärsche aus der Nähe, berichten aus geschlossenen Veranstaltungen der rechten Szene, werten Flugblätter und Zeitschriften aus. Unsere Autor*innen sind Expert*innen und beschäftigten sich seit Jahren mit dem Thema.

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